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Raum wirkt. Über das Büro, das Zuhause und das, was Räume mit uns machen.
Räume verändern, wie wir denken, arbeiten und leben, weit mehr, als den meisten bewusst ist. Genau darum geht es hier.
Ich denke Wohnen und Arbeiten zusammen, immer vom Menschen her. In diesem Blog schreibe ich über beides, über Büros, die das Arbeiten leichter machen, und über ein Zuhause, das zu den Menschen passt, die darin leben.
Dabei teile ich Erfahrungen aus dreißig Jahren, mit konkreten Beispielen, ehrlichen Einblicken und Ideen, die in der Praxis funktionieren. Ob Du gerade Dein Büro neu denkst oder Deinem Zuhause eine klarere Richtung geben willst, hier findest Du Orientierung statt Trendlisten.
Persönlichkeit braucht Raum.

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Neulich saß ich in einem Schulungsraum, in dem ein Unternehmen seine Mitarbeitenden weiterbilden wollte. Neonlicht, Tischreihen hintereinander, ein Beamer, ein Stapel Handouts. Der Raum sah aus wie ein Klassenzimmer aus den Achtzigern, und genauso fühlte er sich an. Die Inhalte waren modern, die Technik lief, und trotzdem merkte man nach einer halben Stunde, wie die Aufmerksamkeit aus dem Raum wich.
Solche Räume sehe ich immer wieder. Unternehmen investieren in Lernplattformen, in Methodencoachings, in digitale Kurse, und schulen ihre Leute dann in Räumen, die jedes Dazulernen erschweren. Über die Plattform wird lange diskutiert. Über den Ort, an dem gelernt werden soll, fällt kaum ein Wort.
Dass dieses Lernen wichtiger wird, ist keine Vermutung. Der Future of Jobs Report des Weltwirtschaftsforums schätzt, dass sich bis 2030 rund neununddreißig Prozent der heute gefragten Fähigkeiten verändern oder veralten. Knapp sechzig Prozent der Beschäftigten werden bis dahin dazulernen oder sich umschulen müssen. Lernen ist damit Teil des Arbeitsalltags geworden, statt einer Sache, die man einmal im Jahr erledigt.
Ein gut gemachtes Lernmodul kann hervorragend sein und trotzdem verpuffen, wenn der Rahmen nicht stimmt. Lernen ist ein körperlicher und emotionaler Vorgang. Der Raum wirkt auf Konzentration, auf Offenheit, darauf, ob Neues überhaupt hängen bleibt. Genau hier fängt meine Arbeit an, lange bevor es um den Inhalt der Schulung geht.
Ein Raum, in dem Menschen wirklich dazulernen, folgt ein paar einfachen Prinzipien. Es braucht einen ruhigen Bereich, in dem man Inhalte aufnehmen und in Ruhe verarbeiten kann, mit guter Akustik und ohne ständige Störung. Es braucht Flächen für den Austausch, denn vieles versteht man erst, wenn man es mit anderen durchdenkt. Es braucht Technik, die einfach funktioniert, weil jede Hürde die Aufmerksamkeit frisst. Und es braucht eine Atmosphäre, in der man sich wohlfühlt, weil niemand gut lernt, der sich in einem seelenlosen Raum langweilt.
Viele Unternehmen sagen ihren Mitarbeitenden, dass Entwicklung erwünscht ist, und schicken sie dann in einen Raum, dem man ansieht, dass hier zuletzt gespart wurde. Ein Schulungsraum, dem man die Sparrunde ansieht, sagt mehr über die Haltung eines Unternehmens als jedes Leitbild. Wenn Lernen ernst gemeint ist, sollte man das dem Ort anmerken, an dem es stattfindet.
Über die Zukunft des Lernens wird viel gesprochen, über Plattformen, über Kompetenzprofile, über KI. Der Ort, an dem all das zusammenkommt, fehlt in dieser Aufzählung regelmäßig. Dabei entscheidet er mit, ob aus einer Schulung etwas hängen bleibt. Wer in diesen Ort investiert, investiert in die Fähigkeit des Unternehmens, die nächsten Jahre zu bestehen.
Genau diesen Rahmen gestalte ich, einen Ort, der Lernen leichter macht.
Persönlichkeit braucht Raum.
Bis 2030 verändern sich rund neununddreißig Prozent der heute gefragten Fähigkeiten, und knapp sechzig Prozent der Beschäftigten müssen dazulernen.
Lernen ist ein körperlicher und emotionaler Vorgang, und der Raum wirkt darauf, ob Neues hängen bleibt.
Die beste Lernplattform nützt wenig, wenn der Raum, in dem geschult wird, jedes Dazulernen erschwert.
Wie ernst ein Unternehmen Weiterbildung meint, lässt sich an dem Ort ablesen, an dem sie stattfindet.
So gestaltest Du einen guten Lernraum
Schaffe einen ruhigen Bereich mit guter Akustik, in dem man Inhalte in Ruhe aufnehmen und verarbeiten kann.
Plane Flächen für den Austausch, denn vieles versteht man erst im gemeinsamen Durchdenken.
Sorge für Technik, die einfach funktioniert, weil jede Hürde die Aufmerksamkeit kostet.
Gib dem Raum eine Atmosphäre, in der man sich wohlfühlt, weil niemand gut lernt, der sich langweilt.
Bringt eine teure Lernplattform etwas, wenn unsere Schulungsräume veraltet sind?
Nur begrenzt. Die beste Plattform läuft ins Leere, wenn der Raum laut, eng und ungemütlich ist. Lernen hängt stark davon ab, ob man sich konzentrieren, austauschen und wohlfühlen kann, und das entscheidet der Raum mit.
https://www.weforum.org/publications/the-future-of-jobs-report-2025/
https://blog.aus-und-weiterbildung.eu
https://moodle.com/de/nachrichten/die-zukunft-des-lernens/
Viele Grüße
Kerstin
DIE AUTORIN

Kerstin Bethan
Seit 30 Jahren gestalte ich Räume. Räume, die Persönlichkeit sichtbar machen, Haltung zeigen und Menschen ein Gefühl von Identität, Orientierung und Ankommen geben.
Mein Fokus liegt auf Arbeits- und Lebensräumen mit Charakter: Büros, in denen Unternehmenskultur spürbar wird, und Zuhause, die den Alltag tragen und die Persönlichkeit der Menschen widerspiegeln, die darin leben.
Aus Markenwelten, Wohninspirationen, Materialien, Farben und räumlichen Anforderungen kuratiere ich Konzepte, die nicht austauschbar wirken, sondern präzise passen: zu Unternehmen, Familien, Menschen und ihren Werten.
Mit einem sicheren Gespür für Design, Funktion und Atmosphäre entwickle ich Räume, die ästhetisch überzeugen und zugleich wirksam sind. Denn Räume erzählen immer etwas. Die Frage ist nur: was?
Persönlichkeit braucht Raum.
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