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Raum wirkt. Über das Büro, das Zuhause und das, was Räume mit uns machen.
Räume verändern, wie wir denken, arbeiten und leben, weit mehr, als den meisten bewusst ist.
Es gibt mehr Inspiration zum Wohnen und Arbeiten als je zuvor, und immer weniger Orientierung. Genau die findest Du hier.
In diesem Blog geht es um beides, um das Büro und um das Zuhause, und um die Frage, wie wir in Zukunft leben und arbeiten wollen. Mit konkreten Beispielen, ehrlichen Einblicken und Ideen, die in der Praxis funktionieren, statt mit der nächsten Trendliste.

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"Heute erzähle ich Dir von einer Empfangstheke voller Pakete und davon, wie ein einziger Eingriff den ganzen Eingang in Ordnung gebracht hat. Wir klären, warum der erste Eindruck beim Kunden im Eingang entsteht und was passiert, wenn auf eine bewusste Entscheidung die räumliche Antwort fehlt. Und am Ende weißt Du, warum Vertrauen weniger davon abhängt, wie viel Du tust, als davon, dass im Eingang alles zusammenpasst."
Ich erinnere mich an ein Unternehmen, durch dessen Eingangstür ich zum ersten Mal ging und sofort wusste: Hier stimmt irgendwas nicht. Da war eine Empfangstheke, zugestellt mit Paketen und diversen Stapeln aus Papieren, aber niemand saß dahinter. Ein Empfang soll im ersten Moment dafür sorgen, dass ein Besucher sich richtig fühlt, dass er sich willkommen fühlt. Dieser sorgte für das Gegenteil. Man stand davor und dachte: Hm, gerade ungelegen.
Dabei war gegen die Entscheidung nichts zu sagen. Das Unternehmen wollte keinen besetzten Empfang, ganz bewusst, und das ist völlig in Ordnung. Was fehlte, war die räumliche Antwort darauf. Geblieben war eine leere Theke, die im Weg stand. Jeder, der hereinkam, sah sofort: Hier sollte mal jemand sitzen.
Ich schlug etwas Einfaches vor: die Theke raus, und an ihre Stelle ein bepflanztes Raumteilerelement. Wir haben uns für ein Modell von Brunner entschieden, das genau das konnte. Plötzlich stand kein Kunde mehr unvermittelt mitten im Büro. Es gab eine Schwelle, einen kurzen Moment zwischen Tür und Raum, und durch die Pflanzen hatte der Eingang plötzlich etwas, das die leere Theke nie hatte: Atmosphäre.
Hinterher wirkte alles unaufgeregt und stimmig, und genau das schafft Vertrauen. Ein Kunde spürt so etwas, ohne es zu analysieren. Er kommt herein und fühlt sich vom ersten Schritt an gut aufgehoben, ohne sagen zu können, woran es liegt. Dieses Gefühl ist das Vertrauen, das am Anfang jedes Geschäfts steht, bevor über die Sache selbst überhaupt geredet wird.
Ein guter Eingang passt zur Entscheidung, die dahintersteht, und das spürt ein Kunde sofort, oder ein Besucher.
Mal ist es die besetzte Theke, mal sind es ein paar Pflanzen als Raumteilerelement, die eine klare Schwelle bilden. Hauptsache, der erste Raum, den ein Kunde betritt, ist kein Zufallsprodukt.
Genau da setze ich an, beim ersten Eindruck, den Dein Unternehmen macht, lange bevor Du das erste Wort sagst.
Persönlichkeit braucht Raum.
Ein Kunde gewinnt seinen ersten Eindruck schon im Eingang, noch bevor das eigentliche Gespräch beginnt.
Wer sich bewusst gegen einen besetzten Empfang entscheidet, muss das auch räumlich beantworten, sonst wirkt es nachlässig.
Im beschriebenen Fall ersetzte ein bepflanztes Raumteilerelement die zugestellte Theke, mit klarer Schwelle und Atmosphäre.
Vertrauen entsteht weniger daraus, wie viel Du tust, als daraus, dass im Eingang alles zusammenpasst.
So macht Dein Eingang beim Kunden den richtigen ersten Eindruck
Geh einmal durch Deine eigene Eingangstür, als kämst Du zum ersten Mal, und achte auf den ersten Moment.
Räum den Empfang frei. Pakete, Ablagen und Stapel gehören woanders hin, nicht an die erste Stelle, die ein Kunde sieht.
Entscheide klar, ob der Empfang besetzt ist oder nicht, und löse das auch räumlich.
Schaffe eine Schwelle, damit ein Besucher nicht unvermittelt mitten im Büro steht, etwa mit einem Raumteiler oder Pflanzen.
Prüfe weniger, ob der Eingang beeindruckt, und mehr, ob er stimmig wirkt.
Häufige Fragen
Wir haben keinen festen Empfang mehr. Wie wirkt unser Eingang trotzdem professionell?
Indem Du diese Entscheidung auch räumlich löst. Eine leere, zugestellte Theke wirkt nachlässig. Nimm sie heraus und schaff stattdessen eine klare Schwelle, etwa mit einem bepflanzten Raumteiler. Dann steht ein Kunde beim Betreten nicht im Leeren, und der Eingang wirkt stimmig, auch ohne Besetzung.
Kunden bilden sich im Eingang ein Urteil, bevor das Gespräch beginnt. Wie ein durchdachter Empfang Vertrauen schafft, am Beispiel eines echten Projekts.
Viele Grüße
Kerstin
DIE AUTORIN

Seit dreißig Jahren gestalte ich als Diplom-Ingenieurin für Innenarchitektur Räume, in denen Menschen gern arbeiten und gern leben. Ob Büro oder Zuhause, ich gehe dabei immer von den Menschen aus, die den Raum nutzen, und frage zuerst, wie jemand wirklich lebt und arbeitet, lange bevor es um Material, Farbe oder Möbel geht.
Mein Schwerpunkt liegt auf Arbeits- und Lebensräumen mit Charakter. Büros, in denen man gern und gut arbeitet, und ein Zuhause, das zum Leben der Menschen passt, die darin wohnen, und ihre Persönlichkeit widerspiegelt.
Aus den Anforderungen eines Raums, aus Materialien, Farben und der Art, wie Menschen ihn nutzen wollen, entwickle ich Konzepte, die genau passen, zu einem Unternehmen, zu einer Familie, zu einem bestimmten Menschen und dem, was ihm wichtig ist.
Ein Raum entscheidet jeden Tag mit, wie wir uns fühlen und was uns gelingt. Genau dort setze ich an.
Persönlichkeit braucht Raum.
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