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Raum wirkt. Wissen, Tipps und Trends für moderne Arbeitsplatzgestaltung
Was Räume mit Unternehmenskultur zu tun haben? Ziemlich viel.
In meinem Blog zeige ich, wie gut gestaltete Arbeitsumgebungen nicht nur schöner, sondern auch funktionaler, wertschätzender und erfolgreicher werden.
Ich teile Erfahrungen aus über 20 Jahren Arbeit mit kleinen und mittleren Unternehmen – mit vielen konkreten Beispielen, ehrlichen Einblicken und umsetzbaren Ideen.
Ob Du gerade erst anfängst, Dein Büro zu überdenken oder bereits mitten im Wandel steckst – hier findest Du Inspiration, die in der Praxis funktioniert.
Für mehr Klarheit, mehr Motivation und mehr Wirkung – im Raum und im Team.

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Stimmt das wirklich? Tatsächlich verweist sie auf einen simplen Zusammenhang: Menschen arbeiten besser, wenn die räumlichen Bedingungen zu ihren Tätigkeiten passen. Wenn Licht, Akustik, Temperatur, Möblierung und Zonierung unterstützen. Wenn Konzentration geschützt ist und Austausch Raum bekommt. Wenn alles passt.
Struktur ist immer auch räumlich zu sehen.
Der Raum als Entscheidungskriterium
Über 78 Prozent der Millennials bewerten die Arbeitsplatzgestaltung als entscheidenden Faktor bei der Wahl ihres Arbeitgebers.
Das bedeutet: Die Unternehmensräume & die Arbeitsumgebung erzählen eine ganz eigene Geschichte darüber, wie ernst ein Unternehmen seine Kultur nimmt. Wie sehr es bereit ist, in Arbeitsqualität zu investieren. Wie viel Vertrauen es seinen Mitarbeitenden entgegenbringt.
Wenn Du Talente gewinnen willst, reicht es nicht, flexible Arbeitszeiten zu versprechen. Der Ort selbst muss diese Haltung tragen. Er muss zeigen, dass hier verstanden wurde, wie unterschiedlich Arbeit heute funktioniert. Und dann anschließend auch umgesetzt wurde.
Hybride Arbeit braucht hybride Räume
65 Prozent der Unternehmen planen derzeit, ihre Büroflächen an hybride Arbeitsmodelle anzupassen.
Hybrides Arbeiten bedeutet nicht nur, dass Menschen zwischen Zuhause und Büro wechseln. Es bedeutet, dass Tätigkeiten differenzierter werden. Dass Zusammenarbeit situativ stattfindet. Dass Rückzug, Fokus, Austausch und informelle Begegnung nebeneinander existieren.
Ein starres Bürokonzept kann das nicht abbilden. Flexible Raumstrukturen hingegen schon. Zonen statt Zellen. Wahlmöglichkeiten statt Zuweisung.
Aktivitätsbasierte Arbeitsorte …
Wer hybride Modelle ernst nehmen will, muss den Raum neu denken.
Diese Studienergebnisse sind bemerkenswert. Sie sind Hinweise auf einen strukturellen Wandel. Innenarchitektur wird zum strategischen Instrument.
Sie beeinflusst Produktivität, Arbeitgeberattraktivität und Unternehmenskultur gleichermaßen.
Die Frage lautet also nicht mehr, ob sich gutes Bürodesign lohnt.
Die Frage lautet: Kannst Du es Dir leisten, es zu ignorieren?
Ein Projekt, das mich nachdenklich gemacht hat
Vor einiger Zeit begleitete ich ein mittelständisches Unternehmen, das über sinkende Konzentration, hohe Reibungsverluste und steigende Unzufriedenheit klagte. Die Führung sprach von „fehlender Eigenverantwortung“. Die Mitarbeitenden sprachen von „ständiger Ablenkung“.
Die Bestandsaufnahme:
Ein großer Open Space. Kaum Rückzugsmöglichkeiten. Zwei Besprechungsräume, die dauerhaft blockiert waren. Telefonate am Schreibtisch. Spontane Abstimmungen zwischen Tür und Angel.
O-Ton aus den Mitarbeiterinterviews: In zwanzig Minuten wurde eine Projektleiterin fünfmal unterbrochen, während sie versuchte, ein Konzept auszuarbeiten. Am Abend war sie erschöpft; nicht aufgrund der fachlichen Komplexität, sondern wegen der permanenten Störungen.
Die Umsetzung:
Wir haben nichts Spektakuläres getan.
Wir haben Zonen geschaffen. Einen akustisch geschützten Fokusbereich. Kleine Rückzugsräume für vertrauliche Gespräche. Eine klar definierte Kommunikationszone, in der Austausch ausdrücklich gewünscht war. Und wir haben Wegebeziehungen neu gedacht.
Drei Monate später erzählte mir die Geschäftsführung, dass die Projektlaufzeiten messbar gesunken seien. Die Krankmeldungen hatten sich reduziert. Vor allem aber hatte sich die Stimmung verändert.
Räume wirken. Ob Du sie bewusst gestaltest oder dem Zufall überlässt, ist definitiv eine Entscheidung.
Deine Entscheidung.
DIE AUTORIN

Kerstin Bethan
Seit über 20 Jahren gestalte ich Arbeitswelten, die mehr sind als nur funktional. Mein Fokus liegt auf Räumen, die Haltung zeigen – Orte, an denen Unternehmenskultur sichtbar wird und Werte erlebbar sind. Mit einem sicheren Gespür für Design und einem tiefen Verständnis für unternehmerische Dynamiken entwickle ich Konzepte, die nicht nur gut aussehen, sondern wirklich etwas bewirken – für Teams, Marken und Menschen.
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